Reha-Schere öffnet sich weiter!

bublitz

Während die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bereits zum dritten Mal in Folge ein positives Finanzergebnis erzielt und 2018 einen Einnahmenüberschuss von 2 Mrd. EUR verzeichnet, steigen die Ausgaben für Vorsorge und Reha in der GKV wie in den Jahren zuvor unterproportional. Lagen die GKV-Gesamtausgaben im vergangenen Jahr um 3,9 % höher, stiegen sie in der Reha um lediglich 2,4 %. Damit öffnet sich die Reha-Schere weiter.

Fakt ist: Die GKV spart überproportional an Leistungen der medizinischen Reha. Vor dem Hintergrund der immer stärker wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen, wird der gesetzlich verankerte Grundsatz „Reha vor Pflege“ verletzt und missachtet. (siehe Grafik)

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Die Einsparungen resultieren aus einem willkürlichen Genehmigungsverhalten der Krankenkassen. Sie sind der Tatsache geschuldet, dass Krankenkassen ihre Marktmacht ausüben, um die Preise zu drücken. „Das Spargebaren der Gesetzlichen Krankenkassen ist unerklärlich“, so BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz. „Mit Rehabilitation kann Pflege verschoben oder verhindert werden. Sie versorgt Menschen mit chronischen Krankheiten und ist wichtige Voraussetzung, um ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aufrechtzuerhalten. Während die Gesamtausgaben der GKV seit 1995 um 109 % gestiegen sind, erhöhten sich die Ausgaben für medizinische Rehabilitationsleistungen im gleichen Zeitraum lediglich um 16 %.“