Covid-19 und der lange Weg zurück ins Leben

Reha in Bad Salzungen

Mitte November erhielt Florian Namuth einen Rehaplatz in der Asklepios Parkklinik in Bad Salzungen, die sich auf Lungenerkrankungen spezialisiert hat. Vier Wochen verbrachte er hier mit Bewegungstherapien, Atemgymnastik, Sole-Inhalation, Gerätetraining zum Muskelaufbau und Spaziergängen. "In der zweiten und dritten Woche waren die Veränderungen nicht mehr nur messbar, sondern endlich auch spürbar. Ich konnte sogar wieder in die Lungenspitzen atmen", erzählt Namuth. Doch nicht alle Patienten machen so gute Fortschritte.

Ich habe in der Reha Covid-Patienten getroffen, die in der ersten Welle im April erkrankten und bis heute nicht arbeitsfähig sind. Das ist ein Thema, das bis heute viel zu wenig in der Öffentlichkeit angekommen ist.

Ähnlich beurteilt das auch Professor Andreas Dösch, Chefarzt der Parkklinik in Bad Salzungen. Viele seiner Patienten klagen noch nach Monate über Einschränkungen. Irreversible Schäden seien deshalb nicht auszuschließen, insbesondere die von der Akuterkrankung verursachten Lungenfibrosen und manche neurologische Schäden seien nur schwer wiederherstellbar. "Es wird definitiv Patienten geben, die bleibende Schäden haben", sagt Dösch.

Hier der Link zum Interview beim MDR. Abrufbar bis ca. 31.01.2021