VPKT stellt Positionen im Thüringer Wahljahr vor

In einem Anschreiben an die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen im Thüringer Landtag hat sich der Vorstand des VPKT e.V. mit Hinweisen und Empfehlungen zum Wahljahr in Thüringen positioniert.

Der Vorstand hat folgende Schwerpunkte erarbeitet:

Bereich Krankenhäuser:

  • Optimierung der Krankenhausplanung hinsichtlich Bedarf und Demografie (Regionalkonferenzen in der Planung)
  • Erhöhung der Finanzierung von Krankenhausinvestitionen, insbesondere im Bereich der IT-Infrastruktur und Geringwertigen Wirtschaftsgütern 
  • Beschleunigung der Verfahren zur Zulassung ausländischer Pflegekräfte und Ärzte, insbes. aus EU-Drittstaaten 
  • Verbesserung zur Vernetzung des ambulanten und stationären Sektors vorantreiben
  • Erhöhung der Ausbildungskapazitäten in den pflegerischen und therapeutischen Ausbildungsberufen in den staatlichen Berufsschulen

Bereich Rehabilitation:

  • Ausgleich bei der Refinanzierung von zusätzlichen Pflegekräften (analog dem Pflegepersonalstärkungsgesetz für die Krankenhäuser)
  • Refinanzierung der therapeutischen Fachkräfte
  • Reform der Vergütungssystematik/ Aufhebung der Begrenzung der Ausgaben der Rehabilitationsträger durch die Grundlohnsummenrate (§ 71 SGB V)
  • Vereinfachter Zugang zur medizinischen Rehabilitation (Zugang aufgrund ärztlicher Verordnung anstelle Antragsverfahren)
  • Förderung von Digitalisierungen in den Kliniken durch den Freistaat
  • Erhöhung des Anteils der praktischen Ausbildung von zukünftigen Pflegefachfrauen/-männern ab 2020 von derzeit 80,0h
  • Entlastung der Kliniken zur Abgabe von Fremdenverkehrsbeiträge und Kurtaxen in Orten ohne Kurortstatus

Weiterhin fordert der VPKT e.V. die Politik auf, die Zusammenarbeit mit Behörden zu verbessern und Verfahrensvorgänge und deren Kommunikation mit den einzelnen Einrichtungen zu verbessern.

Kritisch wird zudem der hohe Dokumentationsaufwand gesehen. Analog zum Beispiel in Bayern sollte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Leistungserbringern und Kostenträgern, beauftragt werden, mögliche Dopplungen oder überflüssige Formulare in der Dokumentation zu ermitteln und Lösungsvorschläge zur Ent-Bürokratisierung zu benennen.